ABS 46/2, 3-gleisiger Ausbau
- Bearbeitung: 2007-in Bearbeitung
- Auftraggeber: DBProjektBau GmbH, Ndl. West, Duisburg
- Flächengröße: 72 km
Das Vorhaben umfasst den dreigleisigen Ausbau der bestehenden, ca. 72 km langen zweigleisigen DB-Strecke 2270 von der niederländisch-deutschen Landesgrenze über Emmerich bis nach Oberhausen Hbf sowie die Beseitigung der 55 höhengleichen Bahnübergänge. Die Ausbaustrecke hat die Kurzbezeichnung ABS 46/2 und wird in der Öffentlichkeit auch „Betuwe-Linie“ genannt.
Die Strecke 2270 hat im Netz der Deutschen Bahn AG für den internationalen Reise- und Güterverkehr eine herausragende Funktion. Er verbindet nicht nur die Ballungsräume des Ruhrgebiets mit den Mittelzentren entlang der Strecke, sondern findet seine Bedeutung auch in der Fortsetzung nach Süden in den Schweizer Raum und nach Norditalien sowie in Gegenrichtung über die „Betuwe – Lijn“ nach Rotterdam. Die Strecke erfüllt überwiegend Aufgaben des Güterverkehrs, wird aber auch für Anbindungen der Region an die Ballungsräume und zur Abwicklung von Personenfernverkehren herangezogen.
Im Rahmen der Vorplanung der DB ProjektBau GmbH für den dreigleisigen Ausbau wurde vom Büro Drecker eine Umweltverträglichkeitsstudie erarbeitet, die insbesondere Varianten der Ausbauseite für die Gesamtstrecke prüft. Dazu wurden über mehrere Jahre umfangreiche Kartierungen von Fauna und Flora durchgeführt. Für das anschließende Genehmigungsverfahren wurde die Strecke in 12 Planfeststellungsabschnitte unterteilt, für die vom Büro Drecker jeweils ein Landschaftspflegerischer Begleitplan und ein Artenschutzfachbeitrag erarbeitet und die UVS fortgeschrieben wird. Weiterhin werden für die Gesamtstrecke insgesamt 19 FFH-Vor- oder Verträglichkeitsprüfungen zum Vogelschutzgebiet „Unterer Niederrhein“ sowie zu diversen FFH-Gebieten vor allem im Bereich der Rheinaue durchgeführt.
Schwerpunkt der Umweltuntersuchungen sind die veränderten betriebsbedingten Auswirkungen (Schall, Erschütterungen) in Folge des Ausbaus, die Wiederherstellung der trassenbegleitenden Biotopverbundstrukturen und Tierlebensräume und die Einbindung neuer Ingenieurbauwerke (insbesondere Schallschutzwände) in das Landschafts- und Ortsbild.
Desweiteren werden gemeinsam mit den Beteiligten für den angrenzenden Ausbauabschnitt auf niederländischem Staatsgebiet die Unterlagen zur grenzüberschreitenden UVP abgestimmt.









