Regionale 2016 Schermbeck erLeben – „Spiel- und Bewegungskonzept“

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  • Planung: 2016
  • Bearbeitung: 2016

Regionale 2016 Schermbeck erLeben – „Spiel- und Bewegungskonzept“

Beschreibung Konzept / Vorentwurf

 

Sportband

Für die Gemeinde Schermbeck wurde ein Spiel und Bewegungskonzept entwickelt, welches hier umgesetzt werden soll. Für eine ganzheitliche Betrachtung in der realen Umsetzung wurde der Bereich Netzgarten bis Schulhof als „Sportband“ entwickelt.

 

Für das Sportband sehen wir ein „Bild“, welches sowohl thematisch als auch strukturell die Sportanlage / Netzgarten im Osten und den Schulhof im Westen verbindet. Über skulptural wirkende Bewegungselemente, die sowohl als Spielgeräte als auch als Kunstobjekte frei interpretierbar sind, wird entlang des Raiffeisenwegs das Sportband als multifunktionaler Freiraum kreiert. Von einem Stangenwald über Fallschutzhügel bis hin zu Sprungsteinen oder einem „Hamsterrad“, bietet diese Strecke unterschiedlichen Aufforderungscharakter sich zu betätigen. Bewegungs- / Aufenthaltsorte wechseln sich ab und bilden in Verbindung mit Stauden- und Gehölzstrukturen einen linearen Freiraum der jedermann zur Verfügung steht.

 

Planungsgebiet / Schulhof

Das Planungsgebiet der Gesamtschule Schermbeck liegt am westlichen Ende des im integrierten Handlungskonzept für die Gemeinde Schermbeck beschriebenen Sportbands. Es umfasst den Schulhof sowie den Anschluss zum Multifunktionsspielfeld im Norden und zur Sporthalle im Westen.

 

Durch die Lage des Schulhofs erfüllt es sowohl die Funktion als „Querungs-“, aber im Besonderen auch als Aufenthaltsraum für Schüler. Aus dieser realen Tatsache entsteht beim Planer ein generelles Bild einer „molekularen Bewegungsfläche“ mit unterschiedlichen Bewegungsrichtungen sowie unterschiedlichem Bewegungsdruck welcher zur Verteilung geformter Wiederstände und zur Dosierung der Formsprache führt.

 

Beete und dreidimensionale Gestaltungselemente sind keine „No-go-Areas“ mehr sondern Betätigungs-, Aufenthalts- und Spielflächen. Die Freiflächen auf dem Schulhof werden durch  großzügig geschwungene Formen gegliedert und verbinden die wichtigsten achsialen Beziehungen auf dem Gelände. Die Gebäude werden in diese Formensprache eingebunden. Durch einen Wechsel aus Pflanzbeet, Aufenthaltsraum und Bewegungsraum verschmelzen diese perspektivisch zu einer neuen Kulisse. Das Konzept des Sportbands wirkt über die eigene Fläche hinaus bis auf das Schulgelände.

Der Gesamte Schulhof ist Aufenthalts- und Erlebnisraum für alle Schüler. Spiel, Bewegung, Treffen und Rückzug sind für die unterschiedlichen Altersgruppen möglich. Der Schulhof wird in der Pause sowie auch in der Freizeit angemessen genutzt. Öffentliche und halböffentliche Nutzungsstrukturen verweben sich ineinander. Die neu entwickelte Formensprache in der die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten mit der Verwendung von farblichem Fallschutzmaterial und Asphalt strukturiert werden machen diese Flächen zu einem Jugendort.